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Zensur in China und Ägypten: Eigentlich geht alles und dann doch nichts

Dieses Blog beschreibt schön, wie mit Hilfe des Internets eine Menge geschehen kann. Eigene Öffentlichkeiten bilden sich heraus, Menschen vernetzen sich und wagen Veränderung. Das sehen repressive Regime gar nicht gern und deshalb gibt es in vielen Ländern viel Zensur. Vor ein paar Monaten war ich China. Ich war gespannt, wohin noch so alles in meinem Internetbrowser hin surfen könnte. Auf die Webseite von Amnesty International kam ich ohne Probleme, doch bei weiteren politischen Seiten wurde ich kurzerhand auf eine Hinweisseite umgelenkt. Dort flogen nur Bienen durch ein Blumenbeet uns es erschien eine Nachricht in chinesischer Sprache. Dann versuchte ich mein Glück und benutzte einen Proxy in der Schweiz um die Schikane zu umgehen, doch plötzlich wurde die Verbindung immer langsam und bald kein surfen mehr möglich. Doch im Prinzip lief der Zugang auf viele Webseiten überraschend einfach. Wie kommt das?

Ganz einfach. Zensur 1.0 ist einfach die komplette Blockade von Internetseiten, wie es die syrische Regierung mit Facebook macht. Doch Zensur 2.0 ist viel subtiler. In China oder Ägypten gibt es eine komplette Überwachung des Netzes und nach dem 2. oder 3. unliebsamen Blog Bericht gibt es Besuch von der Staatssicherheit. Doch dabei bleibt es nicht. Denn da gibt es ja noch die Firmen, die mittlerweile die freiweillig Selbstzensur bei ihren Benutzern machen. Kürzlich haben Menschenrechtsaktivisten feststellen müssen, dass auch Chat Protokolle von Skype in China massiv überwacht werden. Auch Netzpolitik hat vor kurzem über eine weitere Verschärfung berichtet. Rebecca Mackinnon, Gründerin von Global Voices, beschreibt in ihrem Artikel, wie chinesische Unternehmen Selbstzensur ausüben:

Chinese Internet companies censor user–generated content, usually by deleting it or preventing its publication. Systematic testing of Chinese blog service providers reveals that domestic censorship is very decentralized with wide variation from company to company.

Aber es geht sogar noch weiter. Die BBC berichtet, dass die chinesische Regierung Forenschreiber einsetzt, die Debatten online beeinflussen sollen.

They post comments on websites and forums that spin bad news into good in an attempt to shape public opinion.

In Ägypten kam gerade dieser Tage raus, dass Vodafone auch ihre Daten der ägyptische Polizei überspielt hat. Dabei ging es um die Proteste über die ich bereits geschrieben habe. Hier scheint sich ein Wandel zu vollziehen, der die Arbeit von Aktivisten noch weiter erschwert.

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