Blogger leben von ihrer Leidenschaft für ein Thema. Sie verdienen kein Geld. Es gibt viel Mist. Aber eine effektive Qualitätskontrolle: was nicht gut ist, lese ich nicht.
Blogs sind flüchtig. Ihnen fehlen die Rechtsabteilungen der Verleger, die gestandenen Chefredakteure, die der Abmahnwut von Konzernen, die keine Presse- und Meinungsfreiheit wollen, etwas entgegen setzen.
Trotzdem ist Journalismus anfälliger, weil er Geld verdienen muss. Er braucht Werbung, aus allen Teilen der Welt. Anders kann ich mir dieses Stück im Economist nicht erklären, immer noch eine der angesehensten Publikationen westlichen Journalismus. Dem Artikel fehlt jeglicher Kontext, Hintergrund, und ist PR für das ägyptische Regime:
EGYPTIANS blame their government for many things, but they cannot say it has failed to rise to the threat of swine flu. In May it ordered the mass slaughter of Egypt’s 200,000-odd pigs. Since the summer, masked health officials have screened the country’s airports, hauling some 800 feverish-looking visitors off to quarantine on arrival. In August the government banned anyone under 25 or over 60 from making the pilgrimage to Mecca, in a bid to keep the more vulnerable safe at home.
Das hier ist das zentrale Propaganda-Argument des Regimes, ohne Kommentar übernommen:
But officials point out that nine-tenths of Egypt’s 82m people are squeezed into the Nile valley, an area smaller than Denmark.
Man muss nicht erst Mitchell lesen, um die Lüge zu begreifen.
Da lese ich lieber arabist.net zum gleichen Thema.
Schreib einen Kommentar unten, oder trackback von deinem eigenem Blog.
Abonniere dieses Blog
Schreib freundlich. Bleib beim Thema. Kein Spam.