3.5 Milliarden Kollegen haben kein Bankkonto. 1 Milliarde davon hat aber ein Handy. Also werden in Afrika, Lateinamerika und Asien Bankgeschäfte eben mit dem Handy abgewickelt. Vor allem Überweisungen an die Familie.
Das ist für Telekomfirmen neben den Gebühren vor allem interessant, weil es die Kundenloyalität ungemein erhöht. Orascom Telecom, eine ägyptische Telekomfirma, hat gestern verkündet, dass sie in Pakistan Bankdienste über sein Handynetz anbieten will. Ich frage mich, ob OT damit nur die Infrastruktur anbietet, oder selber ins Bankgeschäft will.
Im Westen funktioniert das mit den Bankgeschäften übers Handy noch nicht. Filialen gibt es an jeder Ecke, und Internet-Banking gibt es auch. Außerdem haben gerade in den USA viele Konsumenten Sicherheitsbedenken.
Zum anderen belauern sich Banken und Telekomfirmen. Es wird spannend zu sehen, wie das Geschäftsfeld zwischen beiden eines Tages aufgeteilt wird, in den Entwicklungsländern wie im Westen. Werden die Banken die Dienste bereitstellen? Oder werden die Telekomfirmen zu Banken? So abwegig ist das nicht. Das Massengeschäft der Banken ist ja heute schon mehr IT als alles andere.
Mehr zum Handy in Afrika hat der Kollege im März gepostet.
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