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Schlechte und gute Nachrichten bei draussen

Korruption und Rechtswillkür plündern den Menschen aus. In Ägypten sogar im wahrsten Sinne des Wortes. Aus der SZ von heute:

“In den Krankenhäusern in Kairo setzen die Ärzte den Kaiserschnitt höher an als hier in Amerika. Sie machen den Kaiserschnitt und nehmen dabei eine Niere raus. Sie stehlen sie dir einfach. Viele sudanesische Frauen, die in Kairo entbunden haben und hier nochmal schwanger werden, hören von den Ärzten nach dem Ultraschall diese Frage: ,Wo ist denn Ihre Niere?” Gut, ich bin also in dieses Kairoer Krankenhaus gegangen und habe am 27. Juni 1999 meinen Sohn Majak per Kaiserschnitt zur Welt gebracht.”

(aus dem Buch Out of Exile – The Abducted and Displaced People of Sudan, hrsg. von Craig Walzer)

Wer weiß, ob das mehr als ein Einzelfall ist. Aber ich werde nie begreifen, dass wir den Behörden dieses menschenverachtenden Staatsapparats Entwicklungshilfe hinterher schmeissen.

Aber bei draussen haben wir ja ein ambitioniertes mission statement, und wenn ich mich daran nicht halte, bekomme ich Ärger mit meinem Kollegen, daher habe ich in der Zeitung noch nach positiven Nachrichten gesucht, und bin auch fündig geworden. Auch aus der SZ:

Irgendwie “reingestolpert” sei er in das Engagement für Burkina Faso, sagt Gisbert Dreyer, der immer so ernst in die Welt schaut und nun doch lächeln muss: “Dabei hatte ich das Kapitel Afrika für mich längst abgeschrieben.”

Auch hier muss man allerdings die Frage stellen, warum Blaise Compaore, der Waffen-, und Diamantenhändler und Entwicklungshilfeempfänger Nummer eins in Westafrika, so ungefähr, das nicht selber hinbekommt.

Er [Dreyer]hält nichts von glamourösen Wohltätigkeitsveranstaltungen und den Prestigeprojekten staatlicher Entwicklungshilfe, die aus seiner Sicht den ärmsten Ländern der Welt nicht helfen, sondern sie nur immer abhängiger von den Geberländern machen. “Sie verhindern den Weg der Afrikaner in ein selbstbestimmtes Leben”, sagt Dreyer. Ein weites Feld tut sich da auf für den politisch denkenden Geschäftsmann. “Patentrezepte für Afrika habe auch ich nicht zu bieten”, sagt Dreyer.

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