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Neuer Wettlauf um Afrika?

Sheikh kauft ManCity und Robinho. Emir kauft Teil von Porsche oder Volkswagen. Saudischer Milliardär kauft Anteil an HSBC. Nur drei der Schlagzeilen, die Investitionen des golf-arabischen Ölgelds im Westen gemacht haben.

Mit weniger Schlagzeilen läuft eine andere Investitionswelle ab: die Golfstaaten kaufen Land und Landwirtschaftsfirmen in Afrika, dabei konkurrieren sie mit asiatischen Investoren.

Die hohe Inflation und die hohen Rohstoff-Preise der letzten Jahre haben den Golfstaaten, die zudem unter Wassermangel leiden, die Verwundbarkeit ihrer Lebensmittelversorgung vor Augen geführt. Es gibt wenig landwirtschaftliche Flächen. Jetzt wollen sie selber Land besitzen, als strategische Absicherung ihrer Versorgung. Vor allem im Sudan, dessen landwirtschaftiches Potential wenig genutzt ist, sichern sie sich Flächen.

Abu Dhabi hat im Juli 2008 bekannt gegeben, dass es im Sudan 70,000 acres kultivieren will. China and westliche Fonds investieren auch.

flickr.com / youngrobv

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Ist das Neo-Kolonialismus? Ich sehe das erstmal nicht negativ. Schlimmer als Kolonialismus und Imperialismus kann es Afrika eigentlich nicht treffen. Investitionen, Zufluß von Kapital und Know-how kann nicht schaden. So hat eine bahrainische Bank ein Abkommen mit einer thailändischen Lebensmittelgruppe geschlossen, um mit dessen Know-How im Nahen Osten und Nord Afrika in Landwirtschaft, Fischzucht und Lebensmittelverarbeitung zu investieren.

Zu befürchten ist aber, dass vor allem die Reichen und die Politiker vor Ort profitieren. Ohne verlässliche Landregister, funktionierende Gerichte und bei weitverbreiteter Korruption nützen ausländische Investitionen immer denselben etablierten Unternehmern und Eliten. Ein Wald in Afrika funktioniert anders als ein Wald in den USA.

Vielleicht wird eines Tages fruchtbares Land so wertvoll wie Öl sein. Dann können die Schwächsten nicht mehr bestimmen, wem ihr Land gehören soll. Die Afrikanische Union fürchtet, dass die Regierungen ihr Land unter Wert verkaufen.

Das schlimmste Szenario wäre wohl, wenn chinesische Bauern Afrikas Böden bestellen, und die lokalen communities außen vor bleiben.

Daher gibt es Widerstand: im März hat Madagaskar, ein Land, in dem seit Jahren politische Konflikte Staat und Regierung davon abhalten, die einmalige Natur des Landes vor Ausplünderung zu schützen, den Verkauf von etwa 1 Million acres — laut einigen Quellen die Hälfte seines fruchtbaren Landes — an Daewoo Logistics aus Südkorea gestoppt.

flickr.com / dawafree

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Kenianische Aktivisten wehren sich gegen Landverkauf an Qatar:

Qatar’s emir, Sheikh Hamad bin Khalifa Al Thani, may have thought that he had a deal that would help feed his 800,000 people. But he was also about to get a major headache.

In the months since, the proposed land deal in Kenya’s Tana River Delta has been jeopardised by the global economic downturn, tainted by criticism from think tanks, conservationists and civil society and seized upon by locals who have promised to fight it – to the death, if it comes to that.

“No government has ever been able to acquire Tana River Delta land as long as we’ve been alive,” said Omara Kalasinga, a local activist. “No amount of force will get us to give that land to Qatar.”

Eine gute Übersicht bietet farmlandgrab.org.

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