,

Kambodscha wählt

Kambodscha, das Land, in dem die (Überland)taxifahrer nicht nur rechts fahren (das kann ja jeder), sondern auch rechts steuern, hat am Sonntag Wahlen.

Aus dem Wall Street Journal:

Prime Minister Hun Sen, whose party is expected to win re-election here Sunday, is credited by many Cambodians with guiding their country to become one of Asia’s newest investment hot spots.
But keeping the economic recovery on track in Cambodia — a nation best-known for its genocidal 1970s Khmer Rouge regime — is getting more difficult in the face of a global slowdown, regional competition and entrenched corruption.

Im Wahlkampf ging es vor allem um die Wirtschaft, die in den letzten Jahren richtig geboomt hat. Zum einen kommt sie von einem niedrigen Niveau, zum anderen beruhte das Wachstum vor allem auf dem boomenden Immobiliensektor (böse Zungen widerum behaupten, dass der vor allem durch Kapitalabfluss aus Singapur ausgelöst wurden ist, wo nach dem 11. September schärfere Kapitalkontrollen eingeführt wurden sind).

Zum ersten Mal seit langer Zeit hat Kambodscha eine ruhige Phase hinter sich (auch wegen Hun Sens autoritären Stils), und jetzt kann es richtig aufwärts gehen. Angkor Wat ist unglaublich, und wenn es von Thailand dahin auch noch eine vernünftige Strasse gäbe (die allerdings den airlines weh tun würde), könnte das DIE Touristen-Attraktion weltweit sein.

Die sogar richtig gut gemanagt ist, mit live geschossenen Fotos für den 3-Tages-Pass. Wenn man das sieht, würde man Ägypten’s obersten Cowboy und Antiquitätenverwalter Zahi Hawass gerne in den nächsten Flieger nach Siem Reap setzen – denn auf dem Pyramidenplateau geht es nicht ganz so fortschrittlich zu, um’s mal so zu sagen.

Leider machen die jüngsten Grenzstreitereien mit Thailand wenig Mut in Sachen regionale wirtschaftliche Integration.

2 Comments

Kommentar

Schreib einen Kommentar unten, oder trackback von deinem eigenem Blog.

Abonniere dieses Blog

Schreib freundlich. Bleib beim Thema. Kein Spam.

*Benötigte Felder