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Iran: Jetzt erst recht

Nachdem in den letzten Tagen etwas Wandel in der Luft lag, sieht es jetzt nach Ahmadenijad als Gewinner der iranischen Präsidentschaftswahlen aus. Das sollte den Westen, insbesondere Europa, nicht davon abhalten, die Beziehungen zu Iran zu normalisieren. Es gibt viel zu gewinnen:

  • In Afghanistan gibt es gemeinsame Interessen. Der Iran will vor allem den Drogenschmuggel über seine Grenzen einschränken. Daran lässt sich anknüpfen.
  • Bessere Beziehungen zum Iran würden dem Westen anderswo im Nahen Osten wesentlich mehr Spielraum geben. Dabei denke ich weniger an Syrien, Hamas oder den Libanon, als an Saudi-Arabien. Die Saudis könnten dann nicht mehr das Schreckgespenst Iran an die Wand malen. Allerdings hätten sie einen Anreiz weniger, die Ölpreise zu dämpfen. Denn bei niedrigen Preisen kann ihr Erzfeind nicht in seine Energie-Infrastruktur investieren.
  • Der Iran ist ein großer Markt, der bisher kaum in die Weltwirtschaft integriert ist. Viele Unternehmen scharren schon mit den Hufen. Das würde auch Jobs in Bottrop schaffen.
  • Der Iran hat nach Russland die größten Gas-Reserven der Welt. Das brauchen wir irgendwann, gerade um weniger von Russland abhängig zu sein.
Copyright flickr.com/Shahram Sherif

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 Ich hoffe, dass Obama jetzt weiter macht und unabhängig davon die Europäer vorweg gehen.

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