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	<title>draussen</title>
	
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	<description>Entwicklung - Aktivimus - Veränderung</description>
	<pubDate>Wed, 31 Dec 2008 05:54:41 +0000</pubDate>
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		<title>Mobile Reporter in Afrika</title>
		<link>http://draussen-blog.net/mobile-reporter-afrika/</link>
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		<pubDate>Fri, 26 Dec 2008 14:31:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Kreutz</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

		<category><![CDATA[Afrika]]></category>

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		<description><![CDATA[Während in Deutschland Blogger und Journalisten eine nicht enden wollende Debatte über das Für und Wider von Web 2.0 führen, werden in anderen Teilen der Welt schon längst an neuen Formen der Berichterstattung gearbeitet. Denn gerade beim Mobiltelefon kommen die spannendsten Innovation selten aus Europa oder den USA, sondern aus Asien und Afrika. Ein Beispiel [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Während in Deutschland Blogger und Journalisten eine nicht enden wollende Debatte über das Für und Wider von Web 2.0 führen, werden in anderen Teilen der Welt schon längst an neuen Formen der Berichterstattung gearbeitet. Denn gerade beim Mobiltelefon kommen die spannendsten Innovation selten aus Europa oder den USA, sondern aus Asien und Afrika. Ein Beispiel dafür ist das Projekt <a href="http://voicesofafrica.africanews.com/">Voices for Africa</a> von <a href="http://www.africa-interactive.net/">Africa Interactive</a>. Seit einiger Zeit berichten dort mobile Reporter aus allen Winkel Afrikas mit Hilfe von Mobiltelefonen und tragen zu einer kleinen Medienrevolution bei. Kürzlich hatte ich die Gelegenheit mit einem der Macher hinter Voices of Africa zu reden.</p>
<div id="attachment_129" class="wp-caption aligncenter" style="width: 427px"><a href="http://draussen-blog.net/wp-content/uploads/2008/12/africanews.jpg"><img class="size-full wp-image-129" title="africanews" src="http://draussen-blog.net/wp-content/uploads/2008/12/africanews.jpg" alt="Voices of Africa Website" width="417" height="343" /></a><p class="wp-caption-text">Voices of Africa Website</p></div>
<p>Die Situation der Medien ist in Afrika von Land zu Land so unterschiedlich, wie die Bedingungen einen Internetzugang zu bekommen. Zum Teil sind die Verbindungkosten höher als in Deutschland, dafür aber das mobile Netz nicht selten besser ausgestattet, als im ländlichen Regionen Deutschlands. Kein Wunder weil der Afrikanische Kontinent die höchstens Wachstumsraten bei Mobiltelefonen hat und dies auch immer häufiger für die Beteiligung im sozialen Web genutzt wird. Bei <a href="http://voicesofafrica.africanews.com/">Voice of Africa</a> beteiligen sich mittlerweile schon über vierhundert afrikanische Journalisten, die mit mit Ihrem Handy Artikel schreiben, Interviews aufzeichnen, oder direkt kleine Sendungen filmen. Das Beste: Die Journalisten, die hier oftmals zusätzlich arbeiten, verdienen bereits ein zusätzliches kleines Einkommen mit ihren Engagement. <a href="http://www.africanews.com/site/list_messages/22371">Hier zum Beispiel ein Beitrag aus Tanzania, der über die hohen Preise während Weihnachten berichtet</a>.</p>
<p>Neben der stetig wachsenden <a href="http://afrigator.com/">anglo- und francophonen Blogosphäre</a>, entsteht durch solche Projekte eine neue Öffentlichkeit. Am besten hat mir gefallen, dass <a href="http://www.akvo.org/blog/?p=116">Mobile Reporters bei AKVO auch direkt von Entwicklungsprojekten berichteten und so eine neutrale Perspektive auf die Arbeit der Organisation brachten</a>. <a href="http://reutersmojo.com/2007/10/22/the-mobile-journalism-toolkit-contents/">Reuters zeigt in einem Artikel wie eine proffessionelles &#8220;Mobile Journalism Toolkit&#8221; aussieht</a>. Ein anderes interessantes Projekt von Bürgerjournalismus läuft seit ein paar Monaten im südlichen Afrika: <a href="http://www.citizenjournalismafrica.org/">www.citizenjournalismafrica.org.</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Das Leben geht weiter in Teheran</title>
		<link>http://draussen-blog.net/das-leben-geht-weiter-in-teheran/</link>
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		<pubDate>Wed, 10 Dec 2008 17:11:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Kreutz</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

		<category><![CDATA[blogosphäre]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit Jahren blüht die Blogosphäre in Iran. Nicht nur Oppositionelle, sondern bis zum geistlichen Oberhaupt bloggt ganz Iran. Hier werden regelrechte politische Diskurse geführt, aber leider landen auch kritische Stimmen, wie auch andernorts, im Gefängnis. Das Berkam Center for Internet und Society hat zur iranischen Blogosphäre vor einigen Monaten auch eine interessante Studie veröffentlicht: Mapping [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="mceTemp mceIEcenter">Seit Jahren blüht die Blogosphäre in Iran. Nicht nur Oppositionelle, sondern bis zum geistlichen Oberhaupt bloggt ganz Iran. Hier werden regelrechte politische Diskurse geführt, aber leider landen auch kritische Stimmen, wie auch andernorts, im Gefängnis. Das Berkam Center for Internet und Society hat zur iranischen Blogosphäre vor einigen Monaten auch eine interessante Studie veröffentlicht: <a href="http://cyber.law.harvard.edu/publications/2008/Mapping_Irans_Online_Public">Mapping Iran’s Online Public: Politics and Culture in the Persian Blogosphere</a>. Dort werden die unterschiedlichen Strömungen beschrieben und an die 60.000 aktive Blogs gezählt:</div>
<blockquote>
<div class="mceTemp mceIEcenter">In contrast to the conventional wisdom that Iranian bloggers are mainly young democrats critical of the regime, we found a wide range of opinions representing religious conservative points of view as well as secular and reform-minded ones, and topics ranging from politics and human rights to poetry, religion, and pop culture.</div>
</blockquote>
<div class="mceTemp mceIEcenter">Vor kurzem hat auch Anthony Löwenstein ein interessantes Buch zu diesem Thema geschrieben: &#8220;The blogging revolution&#8221;. Zu Iran <a href="http://globalvoicesonline.org/2008/10/07/the-blogging-revolution-from-iran-to-cuba/">meinte er in einem Interview</a>:</div>
<blockquote>
<div class="mceTemp mceIEcenter">Western media is currently in a massive crisis of confidence. Resources are declining, fewer journalists are being employed and localism is being celebrated. It’s therefore not surprising, though regrettable, that so many stories in our press about a place such as Iran is obsessed with Ahmadinejad, terrorism, Iraq or human rights. These are all vitally important issues, but they don’t define the place.</div>
</blockquote>
<div class="mceTemp mceIEcenter">Da passt ein faszinierendes Blog mit dem Namen &#8220;<a href="http://lifegoesonintehran.com/">Life goes on in Teheran&#8221;</a>, dass <a href="http://lifegoesonintehran.com/">ein persönliches Photo-Tagebuch</a> eines vorigen Bewohners Los Angeles darstellt, der vor einer Weile nach Teheran gezogen ist. <a href="http://lifegoesonintehran.com/">Die Impression und Texte sind beeindruckend und empfehlenswert.</a> Der Blogger möchte einfach nur darstellen, das das Leben in Teheran ganz anders sein kann, als vielerorts angenommen wird.</div>
<div class="mceTemp mceIEcenter">
<dl id="attachment_122" class="wp-caption aligncenter" style="width: 460px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://draussen-blog.net/wp-content/uploads/2008/12/teheran1.jpg"><img class="size-full wp-image-122" title="teheran1" src="http://draussen-blog.net/wp-content/uploads/2008/12/teheran1.jpg" alt="Life Goes On In Tehran" width="450" height="278" /></a></dt>
</dl>
</div>
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		</item>
		<item>
		<title>Afrika, Asien, Europa: Web Enthusiasten für soziale Innovation</title>
		<link>http://draussen-blog.net/afrika-asien-europa-web-enthusiasten-fur-soziale-innovation/</link>
		<comments>http://draussen-blog.net/afrika-asien-europa-web-enthusiasten-fur-soziale-innovation/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 15 Oct 2008 22:45:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Kreutz</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

		<category><![CDATA[Afrika]]></category>

		<category><![CDATA[barcamp]]></category>

		<category><![CDATA[mobiltelefon]]></category>

		<category><![CDATA[Social Camp]]></category>

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		<description><![CDATA[Vor ein paar Tagen habe ich einige Videos der Web2.0 Expo in New York geschaut. Ich fand die meisten Präsentationen interessant, doch irgendwie war ich auch gelangweilt oder enttäuscht, weil das Web wieder über das Web sprach. Doch bei der Präsentation von Tim O&#8217;Reilly war ich angenehm überrascht. Bei seiner &#8220;Web meets World&#8221; Präsentation fragte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor ein paar Tagen habe ich einige Videos der Web2.0 Expo in New York geschaut. Ich fand die meisten Präsentationen interessant, doch irgendwie war ich auch gelangweilt oder enttäuscht, weil das Web wieder über das Web sprach. Doch bei der Präsentation von Tim O&#8217;Reilly war ich angenehm überrascht. Bei seiner &#8220;<a href="http://radar.oreilly.com/2008/09/web-meets-world.html">Web meets World</a>&#8221; Präsentation fragte er in die Runde, ob nicht alle das Web auch für einen besseren Zweck nutzen wollen? Also warum nicht auch das soziale Web oder die kollektive Intelligenz zur Bekämpfung der größten Probleme unserer Zeit nutzen.</p>
<p>Das erinnerte mich ein wenig an die eindrucksvolle Präsentation von Brian Conley bei der <a href="http://re-publica.de/08/">Re-publica</a> über &#8220;<a href="http://www.aliveinbaghdad.org/">Alive in Baghdad</a>&#8221; bei der Robert Basic offen sinnerte: &#8220;<a href="http://www.basicthinking.de/blog/2008/04/04/republica-alive-in-baghdad/">Was ich aber daraus mitnehme ist die Frage, ob ich wirklich nur mit meinem Blog genug aus den Möglichkeiten mache, die das Netz heute bietet, sich einzusetzen.</a>&#8221; Doch es gibt gute Nachrichten. Es bewegt sich was nicht nur in Europa, sondern auch Asien und Afrika. Weltweit vernetzen sich Menschen um das Potential vom Netz zu nutzen. Hier ist eine Liste von Beispielen von Veranstaltungen wie <a href="http://www.franztoo.de/?p=113">Barcamps</a>:</p>
<ul>
<li><a href="http://www.informationactivism.org/">Info-Activism Camp</a> nächsten Februar in Indien. Eine spannende Initiative von <a href="http://www.tacticaltech.org/">Tactical Tech</a>, die auch letzte Jahr schon ein Seminar in Kenia zu Aktivismus und Mobiltelefone gemacht haben.  Zu dem Barcamp in Indien gbt es eine kleinen Wettbewerb:<br />
Struggling to make an impact on your target audience? Are issues unresolved despite your best efforts? Do the internet, mobile phones or information design present exciting possibilities in advocacy but difficult to take advantage of? The Info Activism camp, to be held in Bangalore, India from February 19 to 25, offers rights advocates the chance to make a greater impact in their work.</li>
<li>In Großbritannien ist dieses Jahr schon eine ganze Menge passiert. Dazu gehören die <a href="http://www.internetartizans.co.uk/where_next_for_catalyst">UKcatalyst</a> awards, <a href="http://2gether08.com/">2gether08</a> (ein Festival der Ideen und populäre Technologien für den Fortschritt). Im Dezember gibt es auch die zweite Auflag des <a href="http://www.sicamp.org/">Social Innovation Camp</a>, wo es im April spannende Projekte, wie &#8220;<a href="http://visits.sicamp.org/">Rate your Prison</a>&#8220;, gab.</li>
<li>In Afrika finden aucimmer häufiger Barcamps statt, wie in Uganda, Kenia und <a href="http://www.barcamp-madagascar.net/doku.php">Madagascar</a>. <a href="http://whiteafrican.com/african-tech-events/">Erik Hersman hat eine detaillierte Übersicht</a>. In der Hauptsache geht es um Technologie und Software, aber auch immer mehr um soziale Veränderung. Letzte Woche fand auch eine Barcamp Afrika in Silicon Valley statt, das Aktivisten beider Kontinente zusammen brachte. <a href="http://ict4d.at/">ICT4D.at planen ein ähnliches Camp in Österreich</a>.</li>
<li><a href="http://mobileactive08.org/">Mobileactive08</a> ist heute gerade zu Ende gegangen. Beim dritten Treffen dieser Art diskutieren hier Teilnehmer aus aller Welt über das Potential des Mobiltelefons zum Beispiel für Menschenrechtsaktivismus.</li>
<li>In Phnom Penh, Kambodscha fand auch vor kurzem ein <a href="http://barcampphnompenh.org/">Barcamp</a> mit Themen, wie freie und offene Software oder Bürgerjournalismus, statt. Ein Teilnehmer, <a href="http://wanhoffs-cambodia.blogspot.com/">Thomas Wannhof</a>,  berichtet schon vom nächsten Barcamp in Saigon, Vietnam.</li>
<li>Hier in Deutschland gab es, aufgrund einer Initiative von <a href="http://www.hirnrinde.de/">Stefan Evertz</a>, dieses Jahr das Social Camp, u.a. organisiert von <a href="http://www.netzpolitik.org">netzpolitik.org</a> und <a href="http://www.helpedia.org">helpedia.org</a>. Die Veranstaltung geht mit der Idee einer <a href="http://socialbar.de/wiki/Hauptseite">Social Bar</a> schon in Verlängerung.</li>
</ul>
<p>Es ist faszinierend zu sehen, wie hier Menschen weltweit das Potential des sozialen Webs nutzen. Die Mehrheit der Teilnehmer kennen sich in vielen Fällen anfangs erst gar nicht persönlich und treffen sich ehrenamtlich für einen guten Zweck. Gerade die Vielfalt der Expertise und die Ideen der Teilnehmer sind beeindruckend. Die Projekte sind vielversprechend. Besonders erfreulich ist, dass eine solche Vernetzung immer besser länderübergreifend gelingt.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Transparency Korruptions-Index 2008</title>
		<link>http://draussen-blog.net/transparency-korruptions-index-2008/</link>
		<comments>http://draussen-blog.net/transparency-korruptions-index-2008/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 01 Oct 2008 15:09:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Franz Kollege</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

		<category><![CDATA[Korruption]]></category>

		<category><![CDATA[Thailand]]></category>

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		<description><![CDATA[Transparency International hat vor einigen Tagen seinen jährlichen Korruptionsindex vorgestellt. Super Sache, denn die Medien lieben handliche Rankings und berichten aus diesem Anlass zumindest einmal im Jahr über Korruption; zumal sich Transparency International darum bemüht, auch den wichtigen Zusammenahng zwischen niedrigeren FDI (und Wirtschaftswachstum) und Korruption darzustellen.
Man muss den Index aber auch zu lesen wissen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Transparency International hat vor einigen Tagen seinen jährlichen <a href="http://www.transparency.org/news_room/latest_news/press_releases/2008/2008_09_23_cpi_2008_en">Korruptionsindex</a> vorgestellt. Super Sache, denn die Medien lieben handliche Rankings und berichten aus diesem Anlass zumindest einmal im Jahr über Korruption; zumal sich Transparency International darum bemüht, auch den wichtigen Zusammenahng zwischen niedrigeren FDI (und Wirtschaftswachstum) und Korruption darzustellen.</p>
<p>Man muss den Index aber auch zu lesen wissen, wie das Beispiel Thailand zeigt. In den letzten Jahren der Regierung des ehemaligen Telekom-Tycoons und Premiers <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Thaksin">Thaksin </a>hat sich Thailand auf dem Korruptions-Index verbessert, wie man dem sehr zu empfehlenden Band <a href="http://www.amazon.com/Thai-Capital-After-1997-Crisis/dp/9749511360/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;s=books&amp;qid=1222877308&amp;sr=8-1">Thai Capital after the 1997 Crisis </a>(hrsg. von Chris Baker und Pasuk Phongpaichit) entnehmen kann.</p>
<p>Thaksin hat sein Vermögen in den 90er Jahren gemacht. Sein Telekom-Unternehmen hat über etwa fünf Jahre Milliarden windfall profits einstreichen können, weil die Regulierungsbehörde (TOT), von der er eine Lizenz erworben hatte, andere Unternehmen zu hohen interconnectivity fees zwang (das sind die Gebühren, die Telekom-Unternehmen anderen in Rechnung stellen, wenn deren Nutzer ihr Netz benutzen). In der Telekom-Branche hängen wie in sonst fast keiner anderen Branche die Margen von sehr wenigen Stellschrauben ab, die der Regulierer festsetzt.</p>
<p>Ende der 90er kam Thaksins Geschäftsmodell dann durch stärkeren Druck internationaler Konkurrenz und eine Reform der Regulierung in Bedrängnis. Also ging er in die Politik, um die Regulierung weiterhin zu seinen Gunsten steuern zu können (und die regionale Expansion seiner Unternehmen mit dem Amt des Premiers zu unterstützen).</p>
<p>Da er also seine Geschäfte an höchster Stelle abgesichtert hatte, konnte er seine Wahlkampfversprechen umsetzen, und gegen die Korruption im Verwaltungsapparat angehen. Also verbesserte sich Thailand im Index von TI, der anhand von Befragungen ausländischer Geschäftsleute vor allem diese Bestechlichkeit von gatekeepern in der Verwaltung darstellt. (Die jüngsten Demonstrationen gegen Thaksins Nachfolger zeigen, dass das Volk das durchschaut hat.)</p>
<p>Ich frage mich auch, ob der Index nicht prinzipiell Schwellenländer mit ihrer geringen Rechtstaatlichkeit benachteiligt. Korruption ist da viel offensichtlicher als im Westen, während es hier wegen der größeren (politischen) Rechenschaftspflicht der Verwaltung oft nur Branchenkenner etwas von ihr mitbekommen. In Deutschland werden nur wenige Prozent aller Schmiergeldzahlungen bekannt/geahndet. Daher frage ich mich, ob es um die europäischen Länder in Sachen Korruption wirklich soviel besser als in Entwicklungsländern bestellt ist, wie der Index suggeriert.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Die lokale NGO</title>
		<link>http://draussen-blog.net/die-lokale-ngo/</link>
		<comments>http://draussen-blog.net/die-lokale-ngo/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 23 Sep 2008 18:03:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Franz Kollege</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

		<category><![CDATA[Ägypten]]></category>

		<category><![CDATA[Entwicklungshilfe]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Libanon hat eine der lebendigsten NGO-Landschaften des Nahen Ostens (weil durch sie im Bürgerkrieg die Hilfe ins Land kam). Ein interessantes paper von Karin Seyfert von der Londoner SOAS zeigt, dass man davon aber nicht vorschnell auf eine starke Zivilgesellschaft in unserem Sinne schließen sollte. Denn die lokalen NGOs arbeiten entlang den konfessionellen Linien [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Libanon hat eine der lebendigsten NGO-Landschaften des Nahen Ostens (weil durch sie im Bürgerkrieg die Hilfe ins Land kam). Ein interessantes paper von Karin Seyfert von der Londoner SOAS zeigt, dass man davon aber nicht vorschnell auf eine starke Zivilgesellschaft in unserem Sinne schließen sollte. Denn die lokalen NGOs arbeiten entlang den konfessionellen Linien des Landes und sind ein Instrument, mit dem die verschiedenen Gruppen eher ihren Klientelismus pflegen, anstatt zu sozialer Veränderung beizutragen. Zunächst NGOs, die Regierungsgelder in nur einer Konfession oder gar Familie ausgaben, dann kamen ab den 90ern die NGOs prominenter Politiker wie Hariri dazu, die so ihre politische Basis enger an sich binden wollten.</p>
<p class="MsoNormal">Sprich, wenn sich die konfessionellen Gruppen den Staat und seine Resourcen aufgeteilt haben, gilt das auch für den Raum, der sich eigentlich vom Staat abgrenzt, eben die Zivilgesellschaft:</p>
<p class="MsoNormal"><span lang="EN-GB">„(…) the historical origins of many Lebanese NGOs are exclusive, geared to serve a specific community, rather than inclusively aiming at a wide variety of people with similar problems”, schreibt Seyfert. </span></p>
<p class="MsoNormal">Sie zitiert Studien, die belegen, dass politische wichtige oder umkämpfte Gebiete wie zum Beispiel Beirut mehr NGO-Gelder anziehen als arme Gebiete, wie der Norden des Landes.</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">Nun ist kaum ein Land so konfessionell und politisch zersplittert wie der Libanon, aber auch anderswo im Nahen Osten kann man lokale NGOs hinterfragen.</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">Beim ägyptischen Social Fund, den die Weltbank Anfang der 90er gegründet hat, um die sozialen Folgen ihrer Strukturanpassungsmaßnahmen abzufedern, berichten Insider über Korruption bei der Auftragsvergabe und Klientelismus. Er wird trotz der internationalen Gelder kaum NGOs finanzieren, die die Legitimation des Staates oder gar des Regimes in Frage stellen. Trotzdem hat er immer noch einen passablen Ruf in der lokalen donor community.</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">Der Social Fund ist eben ein willkommener Mechanismus, mit dem man schnell größere Summen Geld ausgeben kann, ohne sich jede einzelne NGO ansehen zu müssen.</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">Zurück zu dem paper von Seyfert, die am Rande auch Ägypten und Jordanien mit einbezieht. Ein Teil ihres Ergebnisses:</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal"><span lang="EN-GB">&#8220;Resources distributed by NGOs seem not to be disbursed according to the criterion of need but according to considerations of political influence and affiliation. </span>The benevolent, social welfare-maximising concept of a state providing universal welfare is shifting to one of more exclusive provision schemes for a select few through NGOs. <span lang="EN-GB">However, NGOs themselves, rather than picking up the slack from lacking government services, integrate themselves into political systems and might even reproduce or create clientelist structures.&#8221;</span></p>
<p class="MsoNormal">Sie fügt noch hinzu, dass das nicht für alle NGOs gilt. Und wenn es christlichen deutschen NGOs leichter fällt, in den Slums von Kairo etwas aufzubauen, wenn ihre lokalen Partner (koptische) Christen sind, dann soll es so sein. Hauptsache das Geld kommt an.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Immaterielles Vermögen - wie ein Wald produktiver wird</title>
		<link>http://draussen-blog.net/immaterielles-vermogen-wie-ein-wald-produktiver-wird/</link>
		<comments>http://draussen-blog.net/immaterielles-vermogen-wie-ein-wald-produktiver-wird/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 19 Sep 2008 07:14:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Franz Kollege</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

		<category><![CDATA[Entwicklungshilfe]]></category>

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		<description><![CDATA[Man stelle sich einen Mexikaner vor, der Vermögen im Wert vom 34,000 US-Dollar hat. In dem Moment, in dem er über den Grenzzaun klettert, und auf der anderen Seite in den USA landet, steigt sein Vermögen auf 418,000 US-Dollar.
Wie das geht? Es handelt sich um immaterielles Vermögen, das die Weltbank in einer (ausnahmsweise mal) klasse [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div>Man stelle sich einen Mexikaner vor, der Vermögen im Wert vom 34,000 US-Dollar hat. In dem Moment, in dem er über den Grenzzaun klettert, und auf der anderen Seite in den USA landet, steigt sein Vermögen auf 418,000 US-Dollar.</div>
<p>Wie das geht? Es handelt sich um immaterielles Vermögen, das die Weltbank in einer (ausnahmsweise mal) klasse <a href="http://siteresources.worldbank.org/INTEEI/214578-1110886258964/20748034/All.pdf">Vergleichs-Studie </a>untersucht hat, und die von der Zeitschrift <a href="http://www.reason.com/news/show/122854.html">Reason </a>aufgegriffen wurde. Immaterielles Vermögen setzt sich aus verschiedenen Faktoren wie Rechtsstaatlichkeit, Bildung und gegenseitigem Vertrauen in einer Gesellschaft zusammen. Wenn das immaterielle Vermögen einer Person um das fünffache ansteigt (weil sie eine Grenze überquert), ist sie bei sonst gleichen Eigenschaften fünfmal so produktiv. Das gilt auch für die natürlichen Ressourcen: ein Wald an der amerikanischen Westküste in Verbindung mit dem höheren immateriellem Vermögen des Landes (klare Besitzverhältnisse, keine oder weniger Korruption in Katasteramt und Umweltbehörde, vielleicht Erhaltung von Natur als in der Bevölkerung verbreiteter Wert) ist langfristig viel produktiver als, sagen wir mal, der gleiche Wald im Kongo.</p>
<div>In reichen Ländern macht immaterielles Vermögen 80 % ihres Vermögens aus (hinzu kommen noch natürliches Kapital wie Rohstoffe, und produziertes Kapital wie Produktionsanlagen) in armen Ländern aber nur 60 %.</div>
<div>Dieser Zusammenhang macht klar: das sind die Faktoren, an die die Entwicklungshilfe ran muss.</div>
<div>Leider sind genau die oben genannten Faktoren in den vielen autoritär kontrollierten Entwicklungsländern hochpolitisch. Regime, die von Öleinnahmen, Hilfen des Westens etc. leben, haben keinen Anreiz, in Bildung zu investieren. Mangelnde Rechtsstaatlichkeit macht es mißliebigen Unternehmern schwer zu investieren und verhindert, dass die Bevölkerung die Verwaltung zu Rechenschaft ziehen kann.</div>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Blogs aus Thailand</title>
		<link>http://draussen-blog.net/blogs-aus-thailand/</link>
		<comments>http://draussen-blog.net/blogs-aus-thailand/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 10 Sep 2008 20:46:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Franz Kollege</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

		<category><![CDATA[blogs]]></category>

		<category><![CDATA[Südostasien]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer den Machtkampf in Thailand fast hautnah miterleben will: hier einige blog-Empfehlungen. Sind zwar nur expats, aber bei denen wird oft kontroverser diskutiert.

Thailand Crisis: anonymer Ökonom, der regelmäßig thailändische Wirtschaftsdaten nach allen Regeln der Kunst auseinander nimmt. Sehr pessimistisch in Sachen Thailand und Zukunft - wie der Name schon sagt.
Absolutely Bangkok - interessante Debatten über [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer den Machtkampf in Thailand fast hautnah miterleben will: hier einige blog-Empfehlungen. Sind zwar nur expats, aber bei denen wird oft kontroverser diskutiert.</p>
<ul>
<li><a href="http://thaicrisis.wordpress.com/">Thailand Crisis</a>: anonymer Ökonom, der regelmäßig thailändische Wirtschaftsdaten nach allen Regeln der Kunst auseinander nimmt. Sehr pessimistisch in Sachen Thailand und Zukunft - wie der Name schon sagt.</li>
<li><a href="http://absolutelybangkok.com/">Absolutely Bangkok</a> - interessante Debatten über Wirtschaft, Politik, Leben in Bangkok.</li>
<li><a href="http://whatismatt.com">The Lost Boy</a> - im wahrsten Sinne des Wortes, leider. Sehr beliebter blog eines Journalisten, der aber jetzt weiter zieht.</li>
<li>Es ist nicht alles Politik in Thailand, daher noch&#8230;. <a href="http://www.bangkokdiaries.com">Bangkok Diaries </a>- weitgehend unpolitischer expat-blog. Experte in Sachen Bars und so.</li>
</ul>
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		<title>Landwirtschaft in der Stadt: Gemüseanbau in einem Slum in Nairobi</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Sep 2008 22:27:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Kreutz</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

		<category><![CDATA[Afrika]]></category>

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		<description><![CDATA[Afrigadget ist ein spannendes Blog, dass ein faszinierenden Einblick in die Kunst der Improvisation und Innovation von Afrikanern gibt. In dem Blog werden genial einfache, aber auch komplizierte Lösungen für unterschiedlichste Probleme beschrieben. Der neueste Eintrag handelt vom Gemüseanbau in einem Slum in Nairobi. in der informellen Stadtsiedlung von Kibera gibt es wie in anderen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.afrigadget.com">Afrigadget</a> ist ein spannendes Blog, dass ein faszinierenden Einblick in die Kunst der Improvisation und Innovation von Afrikanern gibt. In dem Blog werden genial einfache, aber auch komplizierte Lösungen für unterschiedlichste Probleme beschrieben. <a href="http://www.afrigadget.com/2008/09/04/innovations-in-a-slum-kibera-case-study/">Der neueste Eintrag handelt vom Gemüseanbau in einem Slum in Nairobi.</a> in der informellen Stadtsiedlung von Kibera gibt es wie in anderen Viertel dieser Art ein großes Müllproblem.</p>
<p><a href="http://www.afrigadget.com/2008/09/04/innovations-in-a-slum-kibera-case-study/"><img class="alignleft size-medium wp-image-98" style="margin: 5px;" title="spinach2" src="http://draussen-blog.net/wp-content/uploads/2008/09/spinach2-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a></p>
<p>Eine lokale Bio-Firma mit dem Namen &#8220;Green Dreams&#8221; hat die Idee gehabt einen solchen Müllberg in ein Gemüsebeet umzuwandeln. Der Blog Post von Paula beschreibt die gemeinschaftliche Aktion in einer Fotoserie. Nach nur drei Monaten beschäftigt und ernährt der biologische Gemüse annähernd 30 Familien.</p>
<p>Das Beispiel zeigt eindrucksvoll, wie städtischer Raum kreativ genutzt werden kann. <a href="http://infoandina.net/uh/index.shtml?apc=d~a~675~-~EN~-~-~8206d6e819e28891c60a3746a991c9b2~-~-~1-&amp;x=1131&amp;vid=47">Ein ähnliches Projekt in Kenia widmet sich dem Recycling von organischen Abfällen zu Briquettes als Brennstoff.</a> Gerade städtische Ländwirtschaft ist in vielen Ländern eine wichtige Einkommensquelle und wird <a href="http://www.zeit.de/2006/34/Das_Oekoparadies_im_Hinterhof">zum Beispiel in Kuba schon seit Jahren gefördert</a>. <a href="http://www.scienceblog.com/cms/world-population-becomes-more-urban-rural-13313.html">Besonders weil die städtische Bevölkerung seit letztem Jahr die Mehrheit auf der Erde bildet.</a> Da passt gut ein Zitat, was ich vor einiger Zeit aufschnappte:  Städte lassen sich nicht mehr planen, sondern nur noch verhandeln.</p>
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		<title>Bahrainischer Ethik-Code für blogger</title>
		<link>http://draussen-blog.net/bahrainischer-ethik-code-fur-blogger/</link>
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		<pubDate>Tue, 19 Aug 2008 07:16:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Franz Kollege</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

		<category><![CDATA[blogs]]></category>

		<category><![CDATA[Nahost]]></category>

		<category><![CDATA[soziale innovation]]></category>

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		<description><![CDATA[Tolle Initiative bahrainischer blogger. Sie haben zusammen einen Ethik-Code entwickelt, der den Umgang miteinander im web verbessern soll.
In Deutschland, in den USA sowieso, gab es in den letzten Jahren immer mal wieder Debatten um Ethik-Richtlinien für blogger.
In Bahrain hat das aber eine wichtige politische Dimension. In dem Land gibt es immer wieder unterschwellig Spannungen zwischen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Tolle Initiative bahrainischer blogger. Sie haben zusammen einen Ethik-Code entwickelt, der den Umgang miteinander im web verbessern soll.</p>
<p>In Deutschland, in den USA sowieso, gab es in den letzten Jahren immer mal wieder <a href="http://netzpolitik.org/2007/debatte-um-blogger-ethik">Debatten um Ethik-Richtlinien</a> für blogger.</p>
<p>In Bahrain hat das aber eine wichtige politische Dimension. In dem Land gibt es immer wieder unterschwellig Spannungen zwischen Schiiten und Sunniten. Die Herrscherfamilie al Khalifa ist sunnitisch, aber die Schiiten stellen die Bevölkerungsmehrheit und fühlen sich politisch marginalisiert.</p>
<p>Jetzt haben couragierte blogger, unter anderem <a href="http://mahmood.tv/">Mahmood&#8217;s Den </a>und <a href="http://theredbelt.com/">The Redbelt</a>, den Ethik-Code initiiert - in Kooperation mit Medien und politischen Einrichtungen.</p>
<p>Ich finde das gerade deswegen interessant, weil die Initiative in einem wichtigen politischen Punkt die Zivilgesellschaft der staatlichen Internet-Kontrolle entgegen setzt.</p>
<p>Laut diesem Bericht der Gulf Daily News hat die Initiative sofort <a href="http://www.gulf-daily-news.com/Story.asp?Article=226358&amp;Sn=BNEW&amp;IssueID=31148">Interesse aus aller Welt</a> ausgelöst.</p>
<p>Die englische Version des Ethik-Codes gibt&#8217;s <a href="http://bahraincodeofethics.org/?page_id=15">hier</a>, auf einer eigens vor einigen Tagen eingerichteten website.</p>
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		<title>Der Fall Athar El Nabi</title>
		<link>http://draussen-blog.net/der-fall-athar-el-nabi/</link>
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		<pubDate>Mon, 18 Aug 2008 10:40:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Franz Kollege</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

		<category><![CDATA[Ägypten]]></category>

		<category><![CDATA[Infrastruktur]]></category>

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		<description><![CDATA[Hier hol ich etwas weiter aus, aber es lohnt sich, sich Gedanken über Athar El Nabi zu machen.
Athar El Nabi ist ein Grosshandelsmarkt für Gemüse und Obst im Zentrum Kairos. In Richtung Maadi. Hier holen die Einzelhändler der Stadt also Wassermelonen und Gurken ab. Auf dem Gelände gibt es auch eine kleine Anlage, die Tierfutter [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hier hol ich etwas weiter aus, aber es lohnt sich, sich Gedanken über Athar El Nabi zu machen.</p>
<p>Athar El Nabi ist ein Grosshandelsmarkt für Gemüse und Obst im Zentrum Kairos. In Richtung Maadi. Hier holen die Einzelhändler der Stadt also Wassermelonen und Gurken ab. Auf dem Gelände gibt es auch eine kleine Anlage, die Tierfutter für Kairos Esel zurecht stampft.</p>
<p>Eigentlich ist Athar el Nabi aber etwas ganz anderes: ein Binnenhafen.</p>
<p>Durch dem Staudamm bei Assuan fiel der Nilpegel um einige Meter, und mit dem damaligen Stand der Technik liess sich der Hafen nicht mehr betreiben. Heute geht das längst, und ein ägyptisches Logistik-Unternehmen gewann 2002 eine Lizenz, auf dem Nil samt Athar el Nabi Binnenschiffahrt zu betreiben. (Ein Hafen in Kairo ist dafür wichtig, weil da der Grossteil der Fracht hingeht, die in den ägyptischen Seehäfen ankommt.)</p>
<p>Dann passierte aber jahrelang erstmal nichts. Denn nach und nach haben sich eben die Gemüsehändler auf dem brachliegenden Gelände angesiedelt.<br />
<span id="more-91"></span><br />
Das Land gehört der River Transportation Authority, aber trotzdem lässt es sich die Markt-Abteilung des Gouvernorat Kairo nicht nehmen, Gebühren von den Händlern zu kassieren.</p>
<p>Die Regierung (genauer gesagt der Sicherheitsapparat) ist nicht willens, den Markt zu räumen, aus Angst vor Ausschreitungen und sozialem Protest. Gleichzeitig schafft es der lokale Parlamentsabgeordnete, hinter den Kulissen die Interessen der Händler zu schützen, obwohl sich ein Premierminister und ein ehemaliger Gouverneur Kairos (aber eben nicht dessen Verwaltung, deren Gebühren gefährdet waren) das Unternehmen unterstützten. (Die weitgehend inaktive staatliche Binnenschifffahrtsgesellschaft hat kein Interesse, dem privaten Wettbewerber beizuspringen.)</p>
<p>Kaum ein anderer Fall zeigt so prägnant, warum die politische Ökonomie Ägyptens der Entwicklung des Landes diametral entgegen steht: Ägyptens Regime hat so wenig Legitimation in der Bevölkerung, dass es keine Konflikte eingehen kann (geschweige denn Reformen angehen). Da es keine Strukturen, Institutionen, Machtansammlungen außerhalb seiner Kontrolle duldet, gibt es quasi keine politischen Institutionen, mit deren Hilfe mit der Bevölkerung/zwischen Interessengruppen verhandeln werden kann.</p>
<p>Das muss man sich mal vorstellen: die einfache relocation eines Gemüsemarkts (der erwiesenermassen illegal ist) ist nicht zu machen, und das obwohl damit die Entwicklung des ägyptischen Transportsektors entscheidend behindert wird. Es geht nicht einmal um eine gesellschaftliche Gruppe oder Schicht, die eine Reform unterläuft. Es geht um 100 Leute (und Familien).</p>
<p>Also legen einige Dutzend Händler, die vielleicht zehntausend Dollar am Tag umsetzen und für die man leicht ein anderes Gelände ausserhalb der Stadt finden könnte, die ägyptische Binnenschifffahrt lahm, die enormes Potenzial hat. Wirtschaftlich sowieso, aber sie würde vor allem die Umwelt (und die erschreckende Verkehrstotenbilanz) schonen. Auf ein Schiff passen drei Container und mehr, auf einen Laster nur einer. Stattdessen hat in Ägypten die Strasse einen einmaligen Marktanteil von 97% am inländischen Cargo-Markt (dementsprechend gibt es auch keinen Intermodalverkehr). In Deutschland erspart uns die Binnenschifffahrt jeden Tag 32,000 Lkw-Fahrten.</p>
<p>Auch ein sinnvolles Projekt der holländischen Entwicklungshilfe, die den Nil von Alexandria bzw. Damietta bis runter nach Assuan aufbereitet hat, hat nicht geholfen.<br />
<a href="http://draussen-blog.net/wp-content/uploads/2008/08/athar-el-nabi.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-92" title="athar-el-nabi" src="http://draussen-blog.net/wp-content/uploads/2008/08/athar-el-nabi-300x188.jpg" alt="" width="300" height="188" /></a><br />
(Das war der Stand bis Herbst 2007. Die Logistik-Firma hat mit dem Transport-Ministerium einen Vergleich geschlossen, weil es Athar el Nabi nie wie vereinbart übergeben bekommen hat. Auf dem Bild oben sieht man mittlerweile Schiffe in Athar El Nabi liegen.)</p>
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