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	<title>Comments on: Die Macht von offenen Karten für Entwicklung</title>
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	<description>Entwicklung - Aktivimus - Veränderung</description>
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		<title>By: Franz Kollege</title>
		<link>http://draussen-blog.net/die-macht-von-offenen-karten/comment-page-1/#comment-63</link>
		<dc:creator>Franz Kollege</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 Feb 2009 10:17:18 +0000</pubDate>
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		<description>Google maps hat das Problem, dass es auf in den jeweiligen Laendern oeffentlich zugaenglichen Karten beruht. Die sind aber zum Beispiel in den Golf-Staaten von der Regierungen genehmigt, das heisst, es fehlt die Haelfte. Daher finde ich google earth sinnvoller - auch wenn es mit dem rasanten Hochhaus-Bau am Golf nicht mithalten kann!

Steve, ein sehr interessantes Beispiel fuer die Zirkulation von Bedeutungen und Kaempfe um symbolische Ordnungen ist die gegenwaertige Debatte ueber das Wesen und die Zukunft von Dubai auf smashingtelly.com (Siehe Update zu vorherigem Post ueber Dubai).

In der Krise wird jetzt wild diskutiert, was Symbol war, und was Wirklichkeit! Denn Dubai hat in den letzten Jahren viele Leute angezogen, die wenig ueber Kultur und Politik des Nahen Ostens wissen - die Krise fordert sie jetzt, sich Gedanken zu machen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Google maps hat das Problem, dass es auf in den jeweiligen Laendern oeffentlich zugaenglichen Karten beruht. Die sind aber zum Beispiel in den Golf-Staaten von der Regierungen genehmigt, das heisst, es fehlt die Haelfte. Daher finde ich google earth sinnvoller &#8211; auch wenn es mit dem rasanten Hochhaus-Bau am Golf nicht mithalten kann!</p>
<p>Steve, ein sehr interessantes Beispiel fuer die Zirkulation von Bedeutungen und Kaempfe um symbolische Ordnungen ist die gegenwaertige Debatte ueber das Wesen und die Zukunft von Dubai auf smashingtelly.com (Siehe Update zu vorherigem Post ueber Dubai).</p>
<p>In der Krise wird jetzt wild diskutiert, was Symbol war, und was Wirklichkeit! Denn Dubai hat in den letzten Jahren viele Leute angezogen, die wenig ueber Kultur und Politik des Nahen Ostens wissen &#8211; die Krise fordert sie jetzt, sich Gedanken zu machen.</p>
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		<title>By: Steve</title>
		<link>http://draussen-blog.net/die-macht-von-offenen-karten/comment-page-1/#comment-59</link>
		<dc:creator>Steve</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 15 Feb 2009 10:32:38 +0000</pubDate>
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		<description>In diesem Kontext lohnt sich ein Blick auf die Cultural studies, die &quot;die Zirkulation von Bedeutungen als machtvolle Kämpfe um symbolische Ordnungen&quot; betrachten. Hierbei geht es vor allem um die &quot;Artikulations-Praxis der Zeichenproduktion und die Vielfalt der praktischen Bedeutungszuweisung durch Rezipienten&quot;. Denn welche Bedeutung kann ich wohl einem Teil der Erde zuschreiben, der mir als Bewohner der Nord-Halbkugel so gut wie verschlossen, ja unsichtbar, bleibt! Dem Norden der Erde wird Relevanz zugewiesen, jedes Auto vor jedem Vorgarten kann ich erkennen und Kinshasa und Kabul sind fast unsichtbar. 
Link führt in diesem Zusammenhang den Begriff „Sysykoll“ ein: das synchrone System von Kollektivsymbolen, das „System von Bildern“. 
Das Sysykoll übt eine „ungeheuer starke Wirkung bei allen Gesellschaftsmitgliedern darauf aus, wie sie die Wirklichkeit sehen, deuten und ‚verstehen’“. Die Funktion des Sysykolls definiert Link wie folgt:
„das sysykoll ist [...] kitt der gesellschaft, es suggeriert eine imaginäre gesellschaftliche und subjektive totalität für die phantasie. während wir in der realen gesellschaft und bei unserem realen subjekt nur sehr beschränkten durchblick haben, fühlen wir uns dank der symbolischen sinnbildungsgitter in unserer kultur stets zuhause.“ Wir waren noch nie in Kabul, machen uns aber über Karten ein Bild davon - und wie kann dieses Bild aussehen, wenn die Stadt nur aus einer Straße besteht?
Auch Landkarten im Internet dienen der Erhaltung des Status Quo: wir im Norden, ihr im Süden. Insofern sind 
Projekte wie openstreetmap ein erster Schritt zur Ausweitung unserer westlichen Sinnbidungsgitter.
 
(Zitate aus Keller, Diskursforschung und Link zitiert in Jäger, Kritische Diskursanalyse)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>In diesem Kontext lohnt sich ein Blick auf die Cultural studies, die &#8220;die Zirkulation von Bedeutungen als machtvolle Kämpfe um symbolische Ordnungen&#8221; betrachten. Hierbei geht es vor allem um die &#8220;Artikulations-Praxis der Zeichenproduktion und die Vielfalt der praktischen Bedeutungszuweisung durch Rezipienten&#8221;. Denn welche Bedeutung kann ich wohl einem Teil der Erde zuschreiben, der mir als Bewohner der Nord-Halbkugel so gut wie verschlossen, ja unsichtbar, bleibt! Dem Norden der Erde wird Relevanz zugewiesen, jedes Auto vor jedem Vorgarten kann ich erkennen und Kinshasa und Kabul sind fast unsichtbar.<br />
Link führt in diesem Zusammenhang den Begriff „Sysykoll“ ein: das synchrone System von Kollektivsymbolen, das „System von Bildern“.<br />
Das Sysykoll übt eine „ungeheuer starke Wirkung bei allen Gesellschaftsmitgliedern darauf aus, wie sie die Wirklichkeit sehen, deuten und ‚verstehen’“. Die Funktion des Sysykolls definiert Link wie folgt:<br />
„das sysykoll ist [...] kitt der gesellschaft, es suggeriert eine imaginäre gesellschaftliche und subjektive totalität für die phantasie. während wir in der realen gesellschaft und bei unserem realen subjekt nur sehr beschränkten durchblick haben, fühlen wir uns dank der symbolischen sinnbildungsgitter in unserer kultur stets zuhause.“ Wir waren noch nie in Kabul, machen uns aber über Karten ein Bild davon &#8211; und wie kann dieses Bild aussehen, wenn die Stadt nur aus einer Straße besteht?<br />
Auch Landkarten im Internet dienen der Erhaltung des Status Quo: wir im Norden, ihr im Süden. Insofern sind<br />
Projekte wie openstreetmap ein erster Schritt zur Ausweitung unserer westlichen Sinnbidungsgitter.</p>
<p>(Zitate aus Keller, Diskursforschung und Link zitiert in Jäger, Kritische Diskursanalyse)</p>
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