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Die Macht von offenen Karten für Entwicklung

Karten waren in der Geschichte der Menschheit ein entscheidendes Mittel, was nicht selten Kriege auslöste oder endlich Frieden brachte. Die Geschichte der Karte basierte bisher immer auf Papier und Experten, die diese entwickelten. Doch in den letzten Jahren hat sich eine kleine Revolution in der Wissenschaft der Karten ergeben, die besonders in der Entwicklungszusammenarbeit ein bisher unterschätztes Potential birgt.

Tactical Tech

Die kleine NGO Tacticaltech, von der Franz schon berichtet hat, ist da schon einen Schritt weiter mit ihrem Handbuch: Visualizing Information for Advocacy: An Introduction to Information Design. Das Handbuch zeigt eindrücklich, wieviel einfacher es ist komplexe Probleme durch Visualisierungen und Karten darzustellen. Die gleiche Organisation hat Aktivisten weltweit in zwei Wochen zum Info Activism Camp in Indien eingeladen.

Bei Karten im Internet denken fast alle gleich an Google Maps, die eine wunderbare einfache Anwendung für Karten entwickelt haben. Doch bei der Anwendung gibt es zwei Haken: 1) Gehören die Kartendaten Google und ist gibt keine Garantie, dass diese immer frei zur Verfügung stehen und 2) sind die Karten in Entwicklungsländern bisher sehr bescheiden, weil deren Karten klar nach Geschäftsinteresse gehen. Doch es gibt eine Alternative namens Openstreetmap. Bei der Initiaitive schicken sich weltweit ehrenamtlich Engagierte auf eigene Faust an, die Welt zu vermessen und alle Ergebnisse sind frei verfügbar. Die Unterschiede bei afrikanischen Städten, aber auch Kabul, oder Baghdad sind frappierend, was hier in dem Blog schön gezeigt wird.

Doch wobei können Karten helfen? Zum Beispiel während der jüngste Krise im Gaza gab es kaum geeignetes Kartenmaterial besonders für Organisation, die humanitäre Hilfe leisten. Aidworkerdaily beschreibt anschaulich wie innerhalb kurzer Zeit digitale Karte für den Gaza erstellt wurden. Doch besonders spannend werden Karten, wenn diese mit weiteren Informationen gefüttert werden. In Ghana wurde mit Hilfe von Mobiltelefonen, GPS und Sensoren die Umweltverschmutzung in Accra gemesen. Bei diesem Participatory Urbanism konnte mit bescheidenen Mitteln Transparenz über die Umweltbedingungen der Stadt geschaffen werden.

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