Als Eisenbahn-Fan sitze ich auf jeden Fall im ersten Zug der geplanten Eisenbahn von Baku nach Kars, die ab 2011 fahren soll. Vorgestern wurde in Kars der Startschuss für den Bau gegeben. Der Kaukasus ist wegen seiner landschaftlichen und politischen Berge eine weitgehend infrastruktur-freie Region, und mehr Kooperation zwischen Aserbaidschan, Georgien und der Türkei würde die Region angesichts des russischen Expansionsdranges gut vertragen. (Armenien fällt allerdings mal wieder unter den Tisch.)
Vor allem: hoffentlich wird Ani damit erschlossen, die alte armenische Hauptstadt in der Nähe von Kars, am Grenzfluss zwischen Armenien und der Türkei. Ich kenne keinen anderen Ort, der so schön und so traurig zugleich ist. Nicht, dass Touristenströme Altertümern immer gut tun, aber damit steigt hoffentlich der Druck auf die türkische Regierung, die Ruinen nicht noch weiter verkommen zu lassen.
Man traut sich kaum, sich von ihnen wegzudrehen, weil sie beim nächsten Hinsehen vielleicht schon nicht mehr da sind.

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