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Arbeiten am Golf II

Interessanter Fall eines belgischen Geschäftsmannes in Qatar, der laut seinem Blog im Land festsitzt, weil er in den Auflösungsstrudel seines lokalen Arbeitgebers geraten ist.

Am Golf werden ausländische Arbeitnehmer von ihren Arbeitgebern “gesponsert” – sie sind ihnen damit ausgeliefert. Der Arbeitgeber behält den Pass ein, verlangt Gebühren für Visas, und der Angestellte kann erst zu einer anderen Firma wechseln oder aus dem Land ausreisen (wie in diesem Fall), wenn der Arbeitgeber einverstanden ist,  etc.

Ein Ausbeutungssystem, das schon lange von Menschenrechtsgruppen gebrandmarkt wird. Bahrain will das jetzt als erster Golfstaat abschaffen, um den Wildwuchs auf dem Arbeitsmarkt zu begrenzen (Firmen sponsorn Ausländer, die woanders illegal arbeiten und kassieren dafür als Gegenleistung einen Teil des Gehalts) und die Zahl der ausländischen Arbeitskräfte besser steuern zu können.

Aber andere wie Saudi-Arabien oder die Emirate werden kaum nachziehen – viele Firmen werden in der Region von den Herrschen oder vom Staat kontrolliert, und höhere Arbeitskosten für Ausländer würden also ihre eigenen Gewinne reduzieren.

Der Fall des Belgiers zeigt auch, wie unsicher die Rechtssysteme in der Region sind.

Hier auf twitter: http://twitter.com/hostageinqatar

Hier sein blog: http://hostageinqatar.com

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